Therapieangebot
Was ist systemische Therapie?
Die Systemische Therapie hat ihren Ursprung in der Familientherapie. Der Fokus lag dabei darauf, wie Probleme im Zusammenspiel mit familiären Beziehungen und Gewohnheiten entstehen und was sie aufrechterhält. Heute wird dieser Ansatz auch auf Einzelpersonen und ihre innerpsychischen Prozesse angewendet. Dabei geht es nicht nur um das Innenleben eines Menschen, sondern auch um seine Beziehungen, Erfahrungen und die Muster, die sich im Laufe seines Lebens entwickelt haben.
Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch, nicht das Problem. Die Systemische Therapie ist geprägt von einer wertschätzenden und ressourcenorientierten Haltung. Das bedeutet: Wir schauen gemeinsam auf Ihre Stärken und Möglichkeiten, nicht nur auf das, was gerade schwierig ist.
Ich arbeite auf Augenhöhe mit Ihnen. Denn niemand kennt Ihr Leben besser als Sie selbst. Mein Ziel ist es, Sie dabei zu unterstützen, neue Perspektiven zu entwickeln, eingefahrene Sichtweisen zu hinterfragen und Lösungen zu finden, die zu Ihnen und Ihrem Leben passen.
Welche Themen werden in der Therapie besprochen?
In meiner Praxis begleite ich Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und mit ganz verschiedenen Anliegen. Häufig geht es dabei um belastende Erfahrungen, aktuelle Krisen oder langanhaltende seelische Spannungen, die den Alltag beeinträchtigen.
Zu den Themen, mit denen Patientinnen und Patienten zu mir kommen, gehören unter anderem:
Traumafolgestörungen, z. B. nach belastenden oder überwältigenden Erlebnissen
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und komplexe PTBS (K-PTBS)
Dissoziative Identitätsstörung (DIS) und andere dissoziative Phänomene
Lebenskrisen, in denen Orientierung, Halt oder neue Perspektiven fehlen
Beziehungskrisen und Konflikte in Partnerschaften
Begleitung bei Trennung oder Scheidung
Ehe- und Paarberatung, auch präventiv oder zur Klärung
Midlife Crisis und innere Umbruchsituationen im Erwachsenenalter
Empty-Nest-Syndrom, wenn Kinder aus dem Haus gehen und neue Lebensaufgaben gesucht werden
Verwendete Methoden der Psychotherapie
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Die Arbeit mit dem „Inneren Kind“ erfolgt in meiner Praxis auf Grundlage des Internal Family Systems (IFS)-Modells. IFS geht davon aus, dass unsere Psyche aus verschiedenen Anteilen besteht. Verletzliche, kindliche Anteile sind oft in frühen Lebensphasen entstanden. Sie tragen emotionale Wunden, die damals nicht ausreichend verarbeitet werden konnten, und beeinflussen häufig unbewusst unser heutiges Denken, Fühlen und Handeln.
Ziel der Arbeit ist es, diese kindlichen Anteile nicht zu verdrängen oder zu „reparieren“, sondern ihnen mit Mitgefühl, Verständnis und innerer Führung zu begegnen. In der therapeutischen Arbeit schaffen wir Raum, um alle Anteile wertschätzend kennenzulernen, ihre Funktion zu verstehen und wieder in ein inneres Gleichgewicht zu bringen.
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In vielen Fällen ist es sinnvoll, nicht nur mit einer Person, sondern mit mehreren Beteiligten gemeinsam zu arbeiten, z. B. in Paar- oder Familientherapien. Das Mehrpersonensetting ermöglicht es, wechselseitige Dynamiken direkt sichtbar zu machen und gemeinsam konstruktive Veränderungsschritte zu entwickeln. Diese Form der systemischen Therapie ist wissenschaftlich evaluiert und besonders hilfreich bei Beziehungskonflikten, Kommunikationsproblemen und intergenerationalen Themen.
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Statt nur auf Probleme zu fokussieren, liegt der Schwerpunkt auf Ihren Fähigkeiten, Stärken und bereits erprobten Bewältigungsstrategien. Ziel ist es, Ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und vorhandene Potenziale bewusst und nutzbar zu machen.
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In der Gruppe entsteht ein geschützter Raum, in dem zwischenmenschliche Themen gemeinsam bearbeitet werden können. Die Erfahrungen mit anderen Menschen helfen dabei, eigene Muster zu erkennen, emotionale Kompetenzen zu stärken und neue Verhaltensweisen auszuprobieren.
Im Rahmen der Gruppentherapie können auch Systemische Aufstellungen erfolgen. Systemische Aufstellungen sind ein etabliertes Verfahren innerhalb der systemischen Therapie. Sie ermöglichen es, Beziehungsmuster und Verstrickungen in Familien, Partnerschaften oder innerpsychischen Strukturen sichtbar zu machen. Durch das räumliche Darstellen von Personen oder inneren Anteilen können neue Perspektiven und Lösungswege entstehen.
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EMDR ist ein gut erforschtes und international anerkanntes Verfahren zur Behandlung von Traumafolgestörungen und anderen belastenden Erinnerungen. Es wurde in den 1980er-Jahren entwickelt und ist heute Teil der Leitlinienempfehlungen bei posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS). Durch bilaterale Stimulation wird die natürliche Verarbeitung im Gehirn angeregt und belastende Erfahrungen können integriert und entlastet werden.